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                                   Industrielles Erbe unserer Region

                  Neue Themenausstellung aus der Galerie des Köllertals

Das Kulturforum Köllertal zeigt in der fünften Teilausstellung aus seiner umfangreichen Kunstsammlung bis Ende Oktober ausgesuchte Werke zur industriellen Vergangenheit der
Region. Die Ausstellung wurde von den Vorstandsmitgliedern Brigitte Hayo-Rousché, Heike Kolling-Krumm sowie Heidrun Ollinger konzipiert.

„Die neue Ausstellung ist Teil des Projektes zur   Spurensuche der industriellen Zeugnisse im
Köllertal, die wir 2015 begonnen haben“, sagte Clemens Sebastian, Vorsitzender des Kulturforums.Bisher seien die Ausstellung der Fotografin Doris Schmidt sowie der Führer zur Industriekultur im Köllertal gemeinsam mit dem Verein für Industriekultur vorgestellt worden.

Die Malerin Brigitte Hayo-Rousché hat die Spuren-
suche nach Relikten der Industrie im Köllertal künst-
lerisch begleitet. Dabei ist 2016 auch ihr Werk „Förderturm der Grube Viktoria“ in Mischtechnik entstanden, das erstmals in der neuen Ausstellung zu sehen ist. Die Völklinger Künstlerin wurde 2013 für ihr industriekulturelles Schaffen mit dem Fritz-
Zolnhofer-Preis ausgezeichnet. 



     Brigitte Hayo-Rousché, 2016
   „Förderturm der Grube Viktoria“


Bergehalde von Fritz Nehmert

„Unsere Region ist besonders vom Kohlebergbau und der Stahlindustrie geprägt“, sagte Sebastian. Die Galerie des Köllertals sei auch ein künstlerisches Gedächtnis der indu-
striellen Vergangenheit unserer Region. 

In der neuen Ausstellung seien 12 Künstlerinnen und Künstler mit ihren Werken vertreten. Sie zeigten ein breites Spektrum in der Umsetzung von Bergehalden, Hütten, Bahnhöfen
und Fördertürmen, aber auch verschiedene Detailansichten.























Fritz Nehmert „Bergehalde“, 1996

Von dem 1990 verstorbenen Künstler Fritz Nehmert, der lange im Köllertal gelebt hat, ist ein Ölbild der Püttlinger Bergehalde in die Galerie-Ausstellung aufgenommen. Das Bild, das 1966 entstanden ist, wurde vom Stadtverband Saarbrücken für die Sammlung zur Verfügung gestellt.

Die Saarbrücker Malerin Judith Schneider ist mit einem Brückenbild der Köllertalbahn in Öl von 1991 vertreten. Hans Dahlem hat in einer Federzeichnung 1985 den Püttlinger Bahnhof porträtiert.  


Arbeitswelten und Hüttenbilder

Der Industriemaler Eberhard Gnahs hat sich Zeit seines Lebens künstlerisch mit der Völk-
linger Hütte beschäftigt. Von ihm sind die Graphitzeichnung „Das Ding“ von 1995 sowie die beiden Aquarelle „Hütte“ und „Rostiges Erbe“ von 2002 zu sehen. Die Aquarelle hat Helga Mohrbacher aus Riegelsberg dem Verein für die Galerie überlassen.




















Eberhard Gnahs „Hütte“, 2002

Die in Nürnberg geborene Künstlerin Ria Picco-Rückert hat in den 1950er Jahren viele Auf-
tragsarbeiten für die saarländische Schwerindustrie übernommen. Ihr dunkles Ölbild zeigt Arbeiter in der Gießerei. Es wurde von Klaus Ollinger zur Verfügung gestellt, der 2007 eine Biografie mit dem Titel „Kohle und Stahl“ über die Künstlerin veröffentlicht hat.

Vier Siebdrucke zur Völklinger Hütte des Künstlers und Mundart-Autors Georg Fox wurden an den Säulen im ehemaligen Stellwerk des Püttlinger Bahnhofs platziert. Von der in Saar-
brücken lebenden Bildhauerin Sigrún Ólafsdóttir ist eine Tuschezeichnung von 2005 in der Werkschau vertreten. Die Detailansicht zeigt eine ästhetisch anmutende Studie mit ineinander verschlungenen Stahlrohren.


Alle Bilder in der Online-Galerie

In der Ausstellung zu unserem industriellen Erbe sind auch Werke von Daniela Luckas, Ewald Maas, Igor Michajlow und Engelbert Stein zu sehen.

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Bistro-Restaurants täglich von 17.30 bis 22.00 Uhr und außer samstags von 12 bis 14 Uhr geöffnet. Mittwoch ist Ruhetag. Weitere Informationen zu den Künstlern und alle Bilder der Ausstellung sind hier in der Online-Galerie zu finden.